Sportkegler sind unter dem Dachverband des DKB (Deutscher Kegler‐ und Bowlingbund) bzw. des DBKV (Deutscher‐Bohle‐Kegler‐Verband) zusammengefasst. Entsprechend den Satzungen und der Sportordnung des DKB's werden Wettkämpfe von Kreis‐ bis Bundesliga ausgerichtet, so dass in den Monaten von September bis April ein reger Punktspielbetrieb herrscht. Gekämpft wird in den Kegelarten: Bohle, Schere, oder Asphalt sowie "Drei Bahnen", wobei jede der Bahnarten ihren eigenen Reiz hat.
Alle Kegelbahnen sind mit neun Kegeln ausgestattet. Gekegelt wird mit einer 3050 ‐ 3150 Gramm schweren Kugel. Zusätzlich gibt es noch die Bowling‐Bahn. Diese ist aber nicht mit dem reinen Kegeln zu vergleichen.
Die Bohlebahn ist im Norddeutschland (Niedersachsen, Schleswig‐Holstein, Bremen, Hamburg, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg‐Vorpommern), Polen und Dänemark am weitesten verbreitet. Die Bohlebahn ist eine 23,5 m lange (vom Ansatz bis zum Vorderkegel), 0,35 m schmale, konkav nach innen gewölbte Bahn, i.d.R aus Holzparkett.
Am Ende der Bahn weitet diese sich etwas zum "Vierpass" um die Standfläche der Kegel aufzunehmen. Diese sind dort in Form einer Raute aufgestellt. Auf "Bohle" wird normalerweise "in die Vollen" gekegelt, wobei ein Ergebnis von sieben gefallenen Holz als "Schnitt" angesehen wird. Bei Wettkämpfen wird dann alles, was über 7 als "Gute" und alles was darunter liegt, als "Schlechte" zusammengezählt. Man hat also, wenn man nach 100 Wurf ein Ergebnis von z.B. 750 Holz erzielt hat, "50 Gute".
Die Asphaltbahn, auch "CLASSIC" genannt, ist eine 19,5 m lange (vom Ansatz bis zum Vorderkegel) und 1,5 m breite, flache, ebene Bahn ohne Wölbung. Diese hat im Gegensatz zur Bohle und zur Scherenbahn keine Pumpenrinnen neben der Bahn. Bei der Asphaltbahn kommt es darauf an, möglichst genau in die Mitte zu schieben, da keine Bahnwölbung den Lauf der Kugel in die richtige Richtung lenken kann. Diese Bahnart ist dem bekannteren "BOWLING" deshalb sehr ähnlich, nur das es sich beim Kegeln um "9 Kegel" handelt.
Die Asphaltbahn wird überwiegend im süddeutschen Raum (Baden‐Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland‐Pfalz) und in den neuen Bundesländern (Ausnahme Mecklenburg‐Vorpommern) gespielt. International ist die Asphaltbahn in 14 Ländern verbreitet. Bei Asphaltbahnen ist die 5 das Maß der Dinge.
Die Scherenbahn ist mit 18,0 m etwas kürzer (vom Ansatz bis zum Vorderkegel) aber mit 0,35 m genauso breit wie die Bohlebahn, dafür nicht so stark gewölbt und weitet sich bereits auf der Hälfte langsam zur Breite des Vierpasses. Auf Schere wird auch "in die Vollen" gekegelt, aber in Wettkämpfen wird auch das "Abräumen" gespielt. Hierbei wird, bei Vorgabe einer Maximalanzahl von Würfen, solange die Kugel auf ein Bild geworfen, bis alle Kegel umgefallen sind. Erst dann werden wieder alle Kegel aufgestellt. Die Scherenbahnen sind im westdeutschen Raum (Hessen, Niedersachsen, NRW, Saarland, Rheinland‐Pfalz) vertreten und in den Benelux‐Ländern, Frankreich, Italien und Brasilien. Auf Schere wird die 6 als Schnitt angesehen.
K e g e l & K u g e l
Der Kegel ist in seinen Abmessungen und Gewicht genormt. Die Höhe beträgt 40 cm, das Gewicht liegt zwischen 1750 g und 1800 g. Der "König" überragt die anderen Kegel um 3 cm und sein Gewicht beträgt 1850 g. Das Material bestand früher aus Hartholz, wogegen heute fast nur noch Kunststoffkegel verwendet werden. Beim Sportkegeln ist es oft üblich, dass die Kegel vor dem Wettkampf ausgetauscht werden. Dabei haben einige Gramm Unterschied der vorderen drei Kegel sehr bemerkenswerte Auswirkungen. Denn je schwerer die Kegel, desto weniger Holz fällt um.
Die Kugel für Asphalt, Schere und mittlerweile Bohle haben einen Durchmesser von 16 cm, das Gewicht liegt zwischen 2800 g und 2900 g. Auf Bohlebahnen hat man einschließlich der Saison 2003/2004 noch mit Kugeln, die einen Durchmesser von 16,5 cm und ein Gewicht von 3090 ‐ 3150 g hatten, gespielt.
Früher wurden die Kugeln aus Holz hergestellt, mit dem Nachteil, dass sie mit der Zeit immer ovaler wurden. Mittlerweile gibt es nur noch Kunststoffkugeln.
Von der Kreis‐ bis Bundesliga werden pro Punktspiel 120 Wurf geworfen, wobei die Gassen und Bahnen nach einer vorgeschrieben Anzahl von Würfen zu wechseln sind. Gassenzwang bedeutet, dass vorgeschrieben wird, auf welcher Seite des Vorderkegels die geworfene Kugel einschlagen darf. Eine falsche Gasse ist gleichbedeutend mit einem Fehlwurf und wird mit Null gefallenen Holz bewertet. Das gleiche gilt, wenn die Kugel die Bahn verlässt, also in die Pumpenrinne fällt.
Die 1. & 2. Bundesliga (Herren) kegelt seit der Saison 2005/2006 nur noch 120 Wurf pro Wettkampf (vorher waren es noch sportliche 200 Wurf) und natürlich gibt auch beim Kegeln Heim‐ und Auswärtsspiele.
Die Bowlingbahn unterscheidet sich von den oben genannten Kegelbahnen. Statt 9 Kegel werden hier 10 Pins aufgestellt, die auch nicht an Seilen hängen, sondern freistehend aufgestellt sind. Die Auflagebohle besteht aus der gesamten Bahnbreite, und Anlauf und Lauffläche sind meist aus Parkett. Die gesamte Lauffläche liegt horizontal. Sie hat eine Länge von 18,30 m und eine Breite von 1,05 m. Bowling ist weltweit verbreitet.




