Dein Kegelverein in Hannover und Umgebung

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Kegeln beim VfL Grasdorf

Hallo liebe/r Besucher/in unserer Internetseite,

um Interesse an unserem doch nicht so leichten und öffentlichkeitswirksamen Sport zu wecken, haben wir auf dieser Seite in dem Beitrag Was ist Sportkegeln? einmal zusammengefasst, welche Arten des Kegelns es gibt und wie sich diese unterscheiden.
Sollten Sie nach der Lektüre des Artikels den Wunsch verspüren selbst ein paar Würfe unter fachkundiger Anleitung zu absolvieren, so sind Sie immer herzlich willkommen.

Sie finden uns donnerstags ab 19 Uhr auf der Rückseite des
Crowne Plaza Hotel  - "Schweizer Hof"

Kegelcenter & Sportsbar,                                                              Roscherstraße 7
30161 Hannover.

Wir würden uns sehr freuen, da wir immer auf der Suche nach neuen Keglern und Keglerinnen jeden Alters sind. Natürlich können sich auch Kinder einmal im Kegeln ausprobieren, da wir für sie extra "Kinderkugeln" und einen netten Coach haben.
Also, Sportschuhe einpacken und einfach mal vorbeischauen!!!
Sollten Sie noch Fragen haben, können Sie mir einfach über
Kontakt (Kontakt wählen) eine Mail schicken.
Ich melde mich dann bei Ihnen.

Andreas Scherb (Abteilungsleiter)







 

VfL Grasdorf e. V. jetzt auch auf Facebook

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Guten Tag,
als moderner und größter Sportverein in der Region Hannover ist der VfL Grasdorf e. V. ab sofort auch im Web 2.0 bei Facebook zu finden. Um Facebook für den VfL überhaupt nutzen zu können, hat  sich das Präsidium nach intensiven Beratungen aus haftungsrechtlichen Gründen darauf verständigt, alle Facebook-Komponenten zu deaktivieren, die eine unkontrollierbare Kommunikation zulassen.
Es handelt sich somit um eine moderne und sinnvolle Ergänzung zu unserer Homepage.
Sollte jemand Wünsche und Anregungen haben, so werden diese immer gerne entgegengenommen.
Hier der Link: Facebook

Das Präsidium
Andreas Scherb
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 20. April 2012 um 12:48 Uhr
 

Was ist Sportkegeln?

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KEGELN
Sportkegler sind unter dem Dachverband des DKB (Deutscher Kegler‐ und Bowlingbund) bzw. des DBKV (Deutscher‐Bohle‐Kegler‐Verband) zusammengefasst. Entsprechend den Satzungen und der Sportordnung des DKB's werden Wettkämpfe von Kreis‐ bis Bundesliga ausgerichtet, so dass in den Monaten von September bis April ein reger Punktspielbetrieb herrscht. Gekämpft wird in den Kegelarten: Bohle, Schere, oder Asphalt sowie "Drei Bahnen", wobei jede der Bahnarten ihren eigenen Reiz hat.

Alle Kegelbahnen sind mit neun Kegeln ausgestattet. Gekegelt wird mit einer 3050 ‐ 3150 Gramm schweren Kugel. Zusätzlich gibt es noch die Bowling‐Bahn. Diese ist aber nicht mit dem reinen Kegeln zu vergleichen.

Die Bohlebahn ist im Norddeutschland (Niedersachsen, Schleswig‐Holstein, Bremen, Hamburg, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg‐Vorpommern), Polen und Dänemark am weitesten verbreitet. Die Bohlebahn ist eine 23,5 m lange (vom Ansatz bis zum Vorderkegel), 0,35 m schmale, konkav nach innen gewölbte Bahn, i.d.R aus Holzparkett.
Am Ende der Bahn weitet diese sich etwas zum "Vierpass" um die Standfläche der Kegel aufzunehmen. Diese sind dort in Form einer Raute aufgestellt. Auf "Bohle" wird normalerweise "in die Vollen" gekegelt, wobei ein Ergebnis von sieben gefallenen Holz als "Schnitt" angesehen wird. Bei Wettkämpfen wird dann alles, was über 7 als "Gute" und alles was darunter liegt, als "Schlechte" zusammengezählt. Man hat also, wenn man nach 100 Wurf ein Ergebnis von z.B. 750 Holz erzielt hat, "50 Gute".

Die Asphaltbahn, auch "CLASSIC" genannt, ist eine 19,5 m lange (vom Ansatz bis zum Vorderkegel) und 1,5 m breite, flache, ebene Bahn ohne Wölbung. Diese hat im Gegensatz zur Bohle und zur Scherenbahn keine Pumpenrinnen neben der Bahn. Bei der Asphaltbahn kommt es darauf an, möglichst genau in die Mitte zu schieben, da keine Bahnwölbung den Lauf der Kugel in die richtige Richtung lenken kann. Diese Bahnart ist dem bekannteren "BOWLING" deshalb sehr ähnlich, nur das es sich beim Kegeln um "9 Kegel" handelt.
Die Asphaltbahn wird überwiegend im süddeutschen Raum (Baden‐Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland‐Pfalz) und in den neuen Bundesländern (Ausnahme Mecklenburg‐Vorpommern) gespielt. International ist die Asphaltbahn in 14 Ländern verbreitet. Bei Asphaltbahnen ist die 5 das Maß der Dinge.

Die Scherenbahn ist mit 18,0 m etwas kürzer (vom Ansatz bis zum Vorderkegel) aber mit 0,35 m genauso breit wie die Bohlebahn, dafür nicht so stark gewölbt und weitet sich bereits auf der Hälfte langsam zur Breite des Vierpasses. Auf Schere wird auch "in die Vollen" gekegelt, aber in Wettkämpfen wird auch das "Abräumen" gespielt. Hierbei wird, bei Vorgabe einer Maximalanzahl von Würfen, solange die Kugel auf ein Bild geworfen, bis alle Kegel umgefallen sind. Erst dann werden wieder alle Kegel aufgestellt. Die Scherenbahnen sind im westdeutschen Raum (Hessen, Niedersachsen, NRW, Saarland, Rheinland‐Pfalz) vertreten und in den Benelux‐Ländern, Frankreich, Italien und Brasilien. Auf Schere wird die 6 als Schnitt angesehen.


K e g e l  &  K u g e l
Der Kegel ist in seinen Abmessungen und Gewicht genormt. Die Höhe beträgt 40 cm, das Gewicht liegt zwischen 1750 g und 1800 g. Der "König" überragt die anderen Kegel um 3 cm und sein Gewicht beträgt 1850 g. Das Material bestand früher aus Hartholz, wogegen heute fast nur noch Kunststoffkegel verwendet werden. Beim Sportkegeln ist es oft üblich, dass die Kegel vor dem Wettkampf ausgetauscht werden. Dabei haben einige Gramm Unterschied der vorderen drei Kegel sehr bemerkenswerte Auswirkungen. Denn je schwerer die Kegel, desto weniger Holz fällt um.
Die Kugel für Asphalt, Schere und mittlerweile Bohle haben einen Durchmesser von 16 cm, das Gewicht liegt zwischen 2800 g und 2900 g. Auf Bohlebahnen hat man einschließlich der Saison 2003/2004 noch mit Kugeln, die einen Durchmesser von 16,5 cm und ein Gewicht von 3090 ‐ 3150 g hatten, gespielt.
Früher wurden die Kugeln aus Holz hergestellt, mit dem Nachteil, dass sie mit der Zeit immer ovaler wurden. Mittlerweile gibt es nur noch Kunststoffkugeln.

Von der Kreis‐ bis Bundesliga werden pro Punktspiel 120 Wurf geworfen, wobei die Gassen und Bahnen nach einer vorgeschrieben Anzahl von Würfen zu wechseln sind. Gassenzwang bedeutet, dass vorgeschrieben wird, auf welcher Seite des Vorderkegels die geworfene Kugel einschlagen darf. Eine falsche Gasse ist gleichbedeutend mit einem Fehlwurf und wird mit Null gefallenen Holz bewertet. Das gleiche gilt, wenn die Kugel die Bahn verlässt, also in die Pumpenrinne fällt.
Die 1. & 2. Bundesliga (Herren) kegelt seit der Saison 2005/2006 nur noch 120 Wurf pro Wettkampf (vorher waren es noch sportliche 200 Wurf) und natürlich gibt auch beim Kegeln Heim‐ und Auswärtsspiele.

Die Bowlingbahn unterscheidet sich von den oben genannten Kegelbahnen. Statt 9 Kegel werden hier 10 Pins aufgestellt, die auch nicht an Seilen hängen, sondern freistehend aufgestellt sind. Die Auflagebohle besteht aus der gesamten Bahnbreite, und Anlauf und Lauffläche sind meist aus Parkett. Die gesamte Lauffläche liegt horizontal. Sie hat eine Länge von 18,30 m und eine Breite von 1,05 m. Bowling ist weltweit verbreitet.


 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 20. September 2010 um 19:29 Uhr
 

SPORTKEGELN

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Serie der BERLINER MORGENPOST:

Unbekannte Weltmeister

Von wegen ruhige Kugel schieben

Es ist ja nicht so, dass du dir einfach eine Kugel schnappst, anläufst, wirfst und hoffst, dass am Ende alle Kegel umfallen. Ursula Zimmermann (43), für alle nur "Ursel", verleiht ihrer Betätigung, die allgemein mit Kneipen, Bier und Geselligkeit in Verbindung gebracht wird, etwas sehr Athletisches und zugleich Ästhetisches.

Sie steht fast andächtig mit der Kugel in der Hand auf der Bahn, macht drei Schritte, pendelt mit dem rechten Arm, mit dem sie ein Rad andeutet, und erwischt genau den Aufsetzpunkt, den sie anvisiert hat.

Deutliche Unterschiede

Ursula Zimmermann ist eine der besten Sportkeglerinnen weltweit. Sportkegeln, darauf legt sie Wert, hat mit dem gemütlichen Kegelabend unter Freunden so wenig zu tun wie ein "Formel-1-Grand-Prix mit einem Seifenkistenrennen", wie sie sagt. "Sportkegeln ist Leistungssport."

Ursula Zimmermann ist so gut, dass sie vor vier Jahren einen Anruf des Bundestrainers bekam: "Ursel, bitte komm zurück in die Nationalmannschaft." Nach der Geburt ihrer inzwischen 18 Jahre alten Tochter hatte sie aus Zeitgründen nur noch für ihren Klub Liedolsheim gekegelt, in einem kleinen Vereinsheim, aber immerhin auf Bundesliganiveau.

Prompt wurde die Karlsruherin 2009 im benachbarten badischen Örtchen Dettenheim Mannschaftsweltmeisterin. Über 700 Zuschauer kamen in eine hastig hergerichtete Turnhalle und staunten über die 400 Sportler aus 18 Nationen, über einige hundert teils sehr junge Athleten und über so viel Kraft, Athletik und Konzentration. "Zu 70 Prozent wird ein Wettkampf im Kopf entschieden, je 15 Prozent entfallen auf Fitness und Technik", schätzt Zimmermann. Zum Ausgleich joggt und schwimmt sie. Die mentale Stärke kann schlecht trainiert werden. "Entweder du hast sie oder nicht." Manche Keglerinnen haben die Figur von Kugelstoßerinnen und tragen wegen Knieproblemen Manschetten. Zimmermann hat die Figur einer Langstreckenläuferin, von Verletzungen ist sie verschont geblieben.

Wie ein Golfspieler an seinem Schwung feilt auch die Verwaltungsfachangestellte ständig an ihrer Wurftechnik, zwei bis dreimal pro Woche trifft sie sich mit dem Trainer und den Vereinskollegen zum anderthalbstündigen Training. "Wir müssen immer am Ball bleiben", erklärt sie. Denn der Kegelsport ist im Wandel, es gibt die "Classic"-Kegelbahn, die in Osteuropa verbreitet ist, und die etwas taillierte "Scheren"-Bahn, die in Südamerika vorkommt. Weltmeisterschaften finden auf der "Classic"-Bahn statt und sind eine rein europäische Veranstaltung, aber die Beläge können variieren, je nach Pflege und Wachsbeschichtung, ob es nun Plattenbahnen aus Klickparkett sind oder der Untergrund mit Kunststoff beschichtet ist.

Deshalb gibt es beim Kegeln auch einen nicht zu unterschätzenden Heimvorteil, egal ob Zimmermann nun mit ihren sieben Klubkolleginnen zum Bundesligaauswärtsspiel im Minibus nach Bamberg muss oder zur Einzel-WM nach Österreich. Dort holte sie in diesem Jahr übrigens den Titel in der Kombination.

Ursula Zimmermann trifft frei stehende Einzelkegel so sicher wie Fußballspieler das leere Tor aus elf Metern. In der Kombination umfasst ein Spiel insgesamt 120 Wurf auf vier Bahnen, 30 pro Bahn, davon 15 Wurf Volle und 15 Wurf Abräumen. Gespielt wird Mann gegen Mann und Frau gegen Frau. Fiese Tricks und die im Profisport weit verbreiteten Psychospielchen sind beim Kegeln die Ausnahme. Es wird versucht, den Gegner komplett auszublenden. Die volle Konzentration gilt dem eigenen Spiel, der eigenen Bahn. "Du musst bei jedem Wurf 100-prozentig fokussiert sein", berichtet Ursula Zimmermann.

Die Weltmeisterin war schon als Kind fasziniert von dem Sport, den sie heute perfekt beherrscht. Sie durfte ihre Mutter, selbst eine ausgezeichnete Keglerin, zu Training und Wettkampf begleiten. Mittlerweile hat Ursula Zimmermann die Begeisterung an Tochter Melina weitergegeben, die ebenfalls für den KV Liedolsheim spielt. Ehemann und Vater Uwe, ein ehemaliger Handballspieler und von Beruf Rentenberater, unterstützt seine sportlichen Frauen, wo er nur kann. "Der Partner muss schon sehr viel Verständnis haben, sonst funktioniert das nicht."

Die Bundesligasaison dauert von September bis März, gespielt wird fast jedes Wochenende.

Natürlich ist ihr Sport ein Zuschussgeschäft. "Nach der WM 2009 gab es mal ein bisschen was von der Sporthilfe, und bei größeren Wettkämpfen gibt es einen Reiskostenzuschuss und Tagesspesen." Und sonst? "Sonst nichts." Sie braucht ja auch nicht viel. Nur das Tragen eines Trainingsanzugs ist vorgeschrieben, ein High-Tech-Spielgerät gibt es nicht. Die farbigen Einheitskugeln stellt jeweils der veranstaltende Klub.

Leidenschaft und Begeisterung können sowieso nicht gekauft werden. "Solange ich gesund und fit bleibe, werde ich weitermachen", sagt sie: "Kegeln ist keine Frage des Alters." Das beste Beispiel hat Ursula Zimmermann beinahe täglich im eigenen Verein vor Augen "Unsere älteste aktive Keglerin ist 90." Sie spielt in der vierten Mannschaft, "natürlich nur noch zum Spaß".

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 10. Januar 2011 um 14:32 Uhr
 

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